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Essential
Architecture- Frankfort on the Main
(Frankfurt am Main)
Rothschild House Juediches
Museum / Jewish Museum |
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architect
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Johann Friedrich Christian Hess |
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location
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Untermainkai. 15, Frankfurt am Main, Hessen, Germany |
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date
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1820 |
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style
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NeoClassical |
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construction
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masonry |
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type
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House
Museum |
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Das Rothschild-Palais und
seine Geschichte
Domizil des Jüdischen Museums der Stadt Frankfurt am Main ist das
denkmalgeschützte ehemalige Rothschild-Palais (Nr. 15) sowie sein
Nachbargebäude (Nr. 14) am Untermainkai. Das Haus Nr. 15 veranschaulicht
beispielhaft den Wohnstil einer großbürgerlichen jüdischen Familie aus
dem 19. Jahrhundert.
Architekt war der in Paris ausgebildete Stadtbaumeister Johann
Friedrich Christian Hess, der die beiden Häuser 1820/21 im
klassizistischen Stil errichtete. Seine klare, an der klassischen Antike
orientierte Formensprache verdeutlicht den Anspruch rational und
zweckmäßig geplanter Architektur und wird damit zum sinnfälligen
Ausdruck der Aufklärung.
1823 erwarb Staatsrat Simon Moritz von Bethmann, der aus einer
bedeutenden Frankfurter Rats- und Bankiersfamilie stammte, das Haus Nr.
14. Das Haus Nr. 15 war für den Bankier Joseph Isaak Speyer gebaut
worden. Er stammte aus einer großen und angesehenen Familie, die seit
dem 17. Jahrhundert in der Judengasse ansässig war.
Im Jahre 1846 kaufte Baron Mayer Carl von Rothschild das Haus Nr.
15 von der Witwe des Bankiers Speyer. In den folgenden Jahren ließ er es
von Friedrich Rumpf umbauen und um fünf Fensterachsen nach Westen
erweitern. Als repräsentative Sommerresidenz mit Park geplant, erhielt
der Bau mit einem zweiten Giebel sein heutiges Äußeres. Außerdem schuf
Friedrich Rumpf eine neue Innenausstattung, die in den Empfangsräumen in
der für die Familie typischen Spielart des Historismus ("goût
Rothschild") gehalten war.
Das Treppenhaus mit Spiegeln und farbigen Marmorinkrustationen im
Stil der Renaissance führt hinab zu den Repräsentationsräumen, von denen
drei Salons noch ihre ursprüngliche Ausstattung bewahrt haben. Der
sogenannte "Rauchsalon" im Stil Ludwig XIV. hat eine Holzvertäfelung mit
kannelierten Säulen, Spiegeln und vergoldeter Kassettendecke auf blauem
Fond. Der sich anschließende Musiksalon ist im Stil Ludwig XV. ganz in
Gold und Weiß gehalten, seine vergoldeten Boiserien zeigen die Pfeile
aus dem Familienwappen.
Der kleine Salon im Stil Ludwig XVI. weist bereits schlichte
helle Wandpaneele im Stil des Klassizismus auf, während die Decke noch
den üppig vergoldeten Stuck des Rokoko trägt. Diese drei Räume sind das
einzige in Frankfurt noch erhaltene Zeugnis für den typischen Lebensstil
der Familie Rothschild, die adlige Lebensformen und Kulturtraditionen
konsequent zur Selbstdarstellung nutzte. Zu Lebzeiten des Baron Mayer
Carl war ein Teil seiner legendären Goldsammlung in diesen Räumen
ausgestellt, die nach seinem Tod 1886 als Museum zugänglich gemacht
wurden.
Im Jahre 1895 wurde Haus Nr. 15 zur Nutzung als "Freiherrlich
Carl von Rothschild'sche öffentliche Bibliothek" bestimmt, die bereits
1887 von Mayer Carls Tochter Hannah Louise von Rothschild (1850-1892)
gegründet und 1893 nach deren Tod in eine Stiftung umgewandelt worden
war. 1906 kauften Freifrau Salomon von Rothschild, Lady Rothschild und
Freifrau James von Rothschild das Haus Nr. 14 hinzu, um die Bibliothek
zu erweitern. Nach der Entwertung des Stiftungsvermögens durch die
Inflation übernahm 1928 die Stadt Frankfurt am Main die Rothschild'sche
Bibliothek mitsamt ihrem Domizil und richtete darin eine Abteilung der
Stadtbibliothek ein. Nach verschiedenen Namensänderungen, bei denen 1935
der letzte Hinweis auf die Stifterfamilie getilgt wurde, vereinigte die
Stadt 1944 die Rothschild'sche und die anderen Frankfurter Bibliotheken
zur "Stadt- und Universitätsbibliothek". Deren Verwaltung befand sich im
kaum kriegsbeschädigten Gebäude Nr. 14/15 am Untermainkai. In der
Nachkriegszeit diente - bis zur Errichtung eines Neubaus in der Nähe der
Universität - dieses Haus als Zentralgebäude der Stadt- und
Universitätsbibliothek, danach als Dependance des Historischen Museums.
Aufgrund des Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung von
1980, in Frankfurt wieder ein Jüdisches Museum einzurichten, wurden
beide Häuser 1984-1988 durch den Architekten Ante Josip von Kostelac
saniert und umgebaut. Haus Nr. 15 mit seinem noch vorhandenen
Innenraumdekor ließ sich in seiner Substanz erhalten, während das nahezu
entkernte Haus Nr. 14 eine völlig neue Innengestaltung benötigte. Dabei
wurde der Eingang von der Westseite von Haus Nr. 15 an die Straßenfront
von Haus Nr. 14 am Untermainkai verlegt. Eine besondere gestalterische
Lösung gelang mit der Plazierung des großen Modells der Frankfurter
Judengasse im Luftraum des repräsentativen, auf zwei Geschosse
erweiterten Foyers.
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links
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www.juedischesmuseum.de |
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www.essential-architecture.com
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